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Styria United Nairobi

Von: Florin Mittermayr

RUND UM DIE KUGEL - „Heimgekehrt: Trainer Milchberger enthüllt Pläne, um die Jugend zum Fußball zu bringen.“ So titelten vergangenen Dezember die kenianischen Tageszeitungen. Drei Monate später war der Weltmeister-Trainer zu Besuch in Graz und sprach mit dem MEGAPHON.

Nach den vielen Erfolgen als Trainer im ostafrikanischen Profi-Fußball der Achtziger- und Neunziger-Jahre hat der Name Milchberger in Kenia nach wie vor einen guten Klang. Heute stellt dein Fußball-Engagement nicht mehr die Gewinner, sondern die Verlierer in den Mittelpunkt.

Worum geht es dir bei deinem neuen Projekt?
In erster Linie möchten wir die Kinder weg von der Straße bekommen. Viele haben Drogen-Probleme, nicht wenige haben durch Aids ihre Eltern verloren, alle leben von der Hand in den Mund. Der Fußball kann neue Perspektiven schaffen und bietet eine Alternative zum Weg in die Kriminalität. Natürlich wollen wir die Jugendlichen auch abseits vom Fußballplatz weiter betreuen, und ihnen zu Schulbildung und Jobchancen verhelfen.

Wie sieht dein Alltag in Nairobi aus?
Drei bis viermal pro Woche trainiere ich mit den verschiedenen Gruppen der Jugend-Initiativen. Im Verein Panairobi gibt es neben der Knabenmannschaft auch ein Streetsoccer-Team für Mädchen. Und bei der Don- Bosco-Bewegung sind die vier Mannschaften nach Alter gestaffelt. Besonders wichtig ist mir meine Partnerschaft mit Joe Kadenge: Er ist das Aushängeschild des kenianischen Fußballs und ein persönlicher Freund aus alten Zeiten.

Wie soll sich das Straßenfußball-Projekt weiter entwickeln?
Ende April ist in Nairobi eine Streetsoccer-Stadtmeisterschaft mit zwölf Knaben- und vier Mädchen-Teams geplant. Für zumindest dreißig Burschen und zwanzig Mädchen möchte ich im Anschluss Wohngelegenheiten finden und so den Grundstein zu einer Fußball-Akademie für Straßenkinder legen. Heißen könnte die zum Beispiel: „Styria United Nairobi“

Mit dem Megaphon-Team-Austria hast du 2003 den ersten Homeless World Cup in Graz gewonnen. Wie stehen deine Pläne für die Neuauflage 2004 in Göteborg?
Ich wünsche dem Titelverteiger für Schweden viel Erfolg. Sollte ich es aber schaffen mit einem Kenia-Team nach Göteborg zu kommen, ist Vorsicht angebracht!

Sigi Milchberger arbeitet ehrenamtlich für sein Projekt und bittet dringend um finanzielle Unterstützung und fußballbezogene Sachspenden. Abzugeben in der Megaphon-Redaktion.

Kontakt Sigi Milchberger:
Tel.:+25/4/720749798,
Mail: s.milchberger@gmx.at,
P.O.-Box 30180 Nairobi - Kenia

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