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Savanne am Teller

Von: Judith Schwentner

SANDTÖNE
Rundum erneuert und um ein gediegenes Mittagsbuffet bereichert ermöglicht das Omoka einen niederschwelligen Zugang zur afrikanischen Küche.

Treue Leser und Leserinnen irren nicht. Wir waren schon im Omoka, haben es vor genau zwei Jahren als sehr authentisch afrikanisch und einer Empfehlung wert befunden. Es muss also plausible Gründe geben, einen mittäglichen Abstecher in das ortstechnisch mutig gelegene Lokal noch einmal zu dokumentieren. Und die sind tatsächlich gegeben:
Omoka Ogudugu nämlich hat bei einem längeren Urlaub in seiner Heimat Nigeria offenbar genügend Energie und Inspiration gesammelt um sich einem grundlegenden Relaunch der Gegebenheiten an der Ecke Neubaugasse/Keplerstraße zu widmen. Da wurde nicht nur farbenfroh drübergehirselt, sondern auch an der ursprünglich eher kargen Innenausstattung und der für Afrika-Unkundige wenig transparenten Speisekarte ganz tüchtig was getan!

Was bislang eher als asiatische Gepflogenheit vertraut ist, wurde zudem als Anleihe genommen um etwaig bestehende Schwellenängste umgehend zu zerstreuen: Für 5,- Euro kann man um die Mittagszeit soviel Afrika kosten wie in den Rechauds vorhanden ist. Das ist nicht wenig, gibt ganz schön aus und variiert auch, sodass bei wiederholter Speisenaufnahme vor Ort ein repräsentativer Eindruck von der stärkereichen Vielfalt garantiert ist. Bohnen, Yams und Kartoffeln bilden die Grundlage auf jedem Teller und damit auch den Fond für einen Gesamteindruck, der an afrikanische Landschaftsaufnahmen aus dem Flugzeug erinnert. Zumindest an die laienhafte Klischeevorstellung davon: Gelber Curryreis an farblich  gedämpftem Gemüsereis, sandfarbener Moi-Moi Bohnenbrei neben in Braun gehaltenem Bohneneintopf an Süßkartoffeln und unverzichtbaren Hühnerkeulen. Das alles sehr solide und gut. „Langsam aber sicher spricht es sich herum“, meint Omoka Ogugudu nicht ohne Stolz zum niederschwelligen Mittagscoup.
Farblich und geschmacklich geht’s à la carte auch deftiger (und authentischer?), wenn man sich über die typisch nigerianische Pepper Soup mit Ziegenfleisch oder Rinderschwanz wagt. Erd- und Sandtöne werden allerdings auch hier nur selten von grünen Bohnen und Paprika unterbrochen. Es überwiegt der Eintopf in den verschiedensten Facetten und auch fleischlosen Varianten. Der afrikanische Gast hinter dem Holzperlen-Paravant jedenfalls begleitet Bob Marley aus den Lautsprechern im Refrain und verkündet zustimmend seinen Gemütszustand: „You made me feel alright.“

Omoka Restaurant
Keplerstraße 12 (Ecke Neubaugasse), Mo, Mi-Fr, So bis 24.00, Sa bis 2.00 Uhr, Mittagsbuffet Mo-Fr 11.00-15.00 Uhr, Di Ruhetag, T 0316/722929 und 0664/4152296

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