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Impulse

Editorial von Annelies Pichler

Überraschendes erreicht uns aus der Welt des Schachs: In Polen und Armenien ist Schach Pflichtgegenstand in den Volksschulen. In unserer Schachkolumne (Seite 28) ist auch erklärt warum: Die Kinder sollen verstehen, dass der erste Impuls nicht unbedingt den richtigen Schachzug nach sich zieht.

Und doch gibt es Situationen, in denen es einfach gut tut, sich ohne allzu viel Selbstkontrolle in eine neue Aktivität zu stürzen. Einfach, weil der Impuls stark ist und so viel Neues auf uns zu warten scheint. In einer Kombination aus Mut und Leichtsinnigkeit lassen wir Bedenken fallen und nehmen das, was uns zu dieser Waghalsigkeit verlockt hat, rasch entschlossen an. Dieser Art von Impuls folgt die Autorin Daniela Kickl gar nicht so ungern. Etwa als sie sich darauf einließ, für ihren Traum-Arbeitgeber Apple samt Familie nach Irland zu ziehen. Der Job brachte nicht, was sie sich erträumt hatte. Doch er hat sie zur Autorin gemacht und damit auch zu einer starken Stimme gegen die Ausbeutung am Arbeitsplatz. Sie bereut es nicht, dass sie immer wieder auf den Ruf ihrer inneren Stimme gehört hat, und ruft ein „Hoch auf die Impulse“ aus (Seiten 8/9).

Oft aber braucht es Anstöße von anderen. Besonders, wenn wir in eine Isolation geraten sind und die innere Stimme immer kleinlauter wird. Dann brauchen die Lebensgeister einen freundlichen Stupser. Den haben viele Flüchtlinge in der Steiermark durch das „GEWI Refugee Aid Programm“ der Grazer Karl-Franzens-Universität erhalten. In direkter Zusammenarbeit mit steirischen Gemeinden stellten die Initiatoren eine beeindruckende Vielzahl von Aktivitäten für Asylwerber/innen auf die Beine. Schade, dass das Programm nun ausläuft, aber es hat bestimmt genug Anreize gesetzt, dass Aktivitäten, die durch diese Initiative ausgelöst worden sind, eine gute Chance haben, weiter Früchte zu tragen (Seiten 14/15).

Viele freundliche Aufmunterungen sind auch genau die Art von Unterstützung, die jene Frauen brauchen, die unter dem Dach der „Schwalbe“ leben. Gründerin Angelika Vanek-Enyinnaya wurde für diesen beflügelnden Ort mit dem „Couragette-Preis“ der Grünen ausgezeichnet (Seiten 16/17).

Im Februar jedenfalls hat das Unvorhersehbare Konjunktur und immer wieder zeigt sich: Konfetti lassen sich nicht in Schach halten. Viel Spaß also im Kunterbunt!

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