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Pascal Okafor

Von: Paul Ploberger

Pascal Okafor verkauft seit November das MEGAPHON vor dem RESOWI-Gebäude der Universität.

Aufmerksamen StudentInnen wird der neue MEGAPHON-Verkäufer vor dem RESOWI-Gebäude aufgefallen sein. Sein Name ist Pascal Okafor und er verkauft seit einem Monat das MEGAPHON. Der Zwanzigjährige kam erst im August nach Österreich und kann deshalb noch kaum Deutsch. Er besucht jedoch den MEGAPHON-Deutschkurs und versucht, so schnell wie möglich zu lernen. Über sein Leben in Nigeria spricht er nur ungern, auf die Frage nach seiner Familie meint er zu Boden blickend leise, er habe keine. Geboren ist er im Bundesstaat Udi Enugu, aufgewachsen jedoch im Bayelsa State. Hinter seinem schüchternen Auftreten steckt ein freundlicher Kerl mit schwerem Schicksal.

Wie kamen Sie zum MEGAPHON, Herr Okafor?
Ein Bekannter hat mir davon erzählt, kurz nachdem ich nach Österreich gekommen bin. Dann habe ich Alex Viktor getroffen (schon seit längerem Verkäufer beim RESOWI-Gebäude, Anm.). Er hat eingewilligt, sein Gebiet mit mir zu teilen, damit ich eine Verkäuferlizenz bekomme.

Wie geht es Ihnen beim Verkaufen und wie gefällt Ihnen Ihr Standort?
Es geht ganz ok. Ich verkaufe ein bisschen, aber nicht sehr viel. Es ist hart, da ich noch niemanden kenne und auch nicht Deutsch spreche. Ich hoffe, dass es im Dezember besser wird! Vielleicht lesen die Leute dieses Interview und werden auf mich aufmerksam. Sonst gefällt mir der Platz sehr gut, die meisten StudentInnen sind nett und tolerant. Außerdem können sie alle Englisch, das macht es natürlich leichter.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wie erholen Sie sich von einem harten Tag?
Ich habe nur wenig Freizeit, da ich versuche, so oft wie möglich MEGAPHON zu verkaufen. Aber das stört mich nicht, ich kenne noch nicht viele Leute hier, mit denen ich etwas unternehmen könnte. Ich spiele aber gerne Fußball, manchmal auch im Augartenpark.

Was werden Sie machen, falls Sie für immer in Österreich bleiben können und eine Arbeitserlaubnis bekommen?

Ich würde mir irgendeine Arbeit suchen, um meine finanzielle Lage zu verbessern. Ein Beruf, den ich wirklich gerne ausüben würde, wäre Lastkraftwagenfahrer.

Was haben Sie in Nigeria gemacht, bevor Sie nach Öster­reich kamen?

Ich habe dort die Schule besucht, musste sie aber leider vorzeitig verlassen. Daraufhin habe ich auf der Straße Wasser verkauft. Ich kaufte es von einer Firma, stellte mich an stark befahrene Kreuzungen und verkaufte es an Vorbeifahrende.

Sie teilen sich Ihr Gebiet mit einem langjährigen Verkäufer. Wann können die Leute Sie dort treffen?
Das ist leider sehr unterschiedlich und ändert sich ständig, das kann ich so leider nicht genau sagen.

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