Oktober 2020

Megaphon #295

25 Jahre. 25 Geschichten.

Unsere aktuellen und früheren Verkäufer_innen, für die das Megaphon Möglichkeit zum sozialen Aufstieg ist; wir, die wir das Magazin und die soziale Initiative dahinter leben dürfen; und die vielen Menschen, die unsere Überzeugungen teilen: Gemeinsam stehen wir stellvertretend für das, was Maria Laura Bono im Oktober 1995 nach Graz gebracht hat und damals wie heute notwendig ist: eine zum Medium und Sozialprojekt gewordene Bewegung für jene, die weniger privilegiert sind.
Seit 25 Jahren bewegt das Megaphon – durch Magazin, Deutsch-kurse, Fußball, Chor oder Arbeitsmarktintegration. Und beruft sich auf zwei zentrale Werte: Menschlichkeit und Solidarität. Die 25 Erzählungen dieser Ausgabe handeln von Menschen, die wir im Sinne dieser Fundamente des Zusammenlebens begleiten durften oder noch immer begleiten dürfen. Ihre Geschichten vermitteln unterschiedliche Facetten der Realität – von Freude bis Verzweiflung. Und damit: das Leben.
Als wir diese Zeilen schreiben, beweist das Drama im Geflüchte-tenlager Moria, dass die Megaphon-Werte in diesem Land von höchster Stelle nicht gelebt werden. Darum schreiben wir laut und deutlich wie eh und je: Österreich hat einen Bundeskanzler verdient, dem Menschlichkeit und Solidarität wichtiger sind als politisches Kalkül und Machterhalt.

 

In diesem Monat zu lesen

CHUKWUEMEKA
Dichter Zeitplan
2004 begann Chukwuemeka Igwe sein neues Leben in Ös-terreich mit dem Megaphonver-kauf. Nun, mit fast 50 Jahren, ist er auf dem Weg zu seinem gro-ßen Ziel: dem Lehrabschluss.

MERCY
Erlaube dir zu träumen
Die gebürtige Kenianerin Mercy Dorcas Otieno war Megaphon-Verkäuferin – heute ist sie ein Bochumer Bühnenstar. Das Porträt einer Frau, die ihren Traum lebt

JOJO
Der Botschafter Afrikas
Er heißt eigentlich Joseph, aber alle kennen ihn als Jojo. Der ehemalige Megaphon-Verkäufer aus Gabun ist fest verankert in der Kunst- und Kulturszene der Stadt Graz.